Das Fliegen an der Winde

Im Flachland brauchen Gleitschirme und Drachen Hilfe, um in die Luft zu kommen, nämlich eine Winde. Der Gleitschirm- und Drachenfliegerverein Milan besitzt eine solche Winde, die in Neumünster steht.

Eine solche Winde wird durch einen Ottomotor angetrieben, die Winde des Milan e.V. war früher ein Honda Civic. Der Motor treibt eine Seiltrommel an, auf dem Foto in der Mitte zu sehen. Dadurch wird das vorher ausgelegte Seil aufgewickelt und zieht den Flieger in die Luft. Oben angekommen, klinkt der Pilot über einen Handgriff das Seil aus, das dann an einem Fallschirm zurück zur Erde gleitet. Das Seil wird anschließend wieder zu den nächsten, am Startplatz wartenden Piloten ausgezogen, dafür haben wir entweder unser Moped oder einen alten Golf, der nicht mehr ganz (hmmhmm) straßentauglich ist.

Das Gute am Windenfliegen ist, dass der Pilot bei der Landung im Grunde direkt wieder am Startplatz landet. Mit dem Hangstart verglichen, wäre dies also einer Toplandung gleichzusetzen. Eine Besonderheit im Flachland ist, das man als Drachen,- oder Gleitschirmflieger unmöglich ganz alleine in die Luft kommt. Aber dadurch ist man auch nie alleine gelassen! Anfänger bekommen bei uns gute Hilfestellung bei ihren Flügen. Und das Gemeinschaftserlebnis ist sowieso etwas, das unsere Fliegerei sehr ausmacht!

Dazu kommt die Verfügbarkeit der Winde, die außerdem auch technisch gewartet werden muss. Das alles kann ein Verein wie der Milan bieten, in dem sich die Mitglieder gegenseitig helfen und in die Luft bringen.

Das Fliegen an der Winde erfordert eine eigene Ausbildung. Sie kann entweder von Anfang an gemacht werden, also mit dem Flugschein zusammen, oder einzeln, wenn man schon einen Schein am Hang gemacht hat. Mehr dazu findest du im Kapitel "Der Weg zum Flugschein".